Bäume so schneiden, dass man im Herbst schöne, große Früchte ernten kann, und Schutz der Obstbäume vor Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall, davon träumt jeder Hobbygärtner. Im Projekt 34 der Initiative 55 plus-minus hat Bernhard Simon sein großes Wissen und seine Erfahrung erneut an die Schar der Projektteilnehmer weitergegeben. Da theoretische Erkenntnisse in der Praxis geübt und erprobt werden müssen, wurden an zwei Samstagen ausgewählte Bäume in den Obstgärten der Projekteilnehmer nach eingehender Begutachtung jedes Baumes geschnitten.
Im Zentrum standen die Gesichtspunkte: Wie kann der Gärtner das Wachsen gesunder und hochwertiger Früchte unterstützen? Wie hoch darf ein Baum wachsen, damit man auch im Alter noch die Früchte ohne gefährliche Klettertouren ernten kann?
Apfelbäume und Birnbäume wurden so im Höhenwachstum gegrenzt, dass die Ernte ohne hohe Leitern in ausgelichteten Ästen möglich wird. Beim Absägen großer Äste ist darauf zu achten, dass sich kein Regenwasser in den Schnittflächen sammeln kann. Die größeren Wunden, die der Baum durch diese Maßnahmen erfährt, sind sofort mit Baumwachs zu schließen.
Im Spätsommer dieses Jahres wird die Initiative 55 plus-minus erneut die Projektteilnehmer einladen, um zu begutachten, wie sich das Baumschneiden bewährt hat und welche Möglichkeiten der Sommerschnitt bietet.