"Platt schwetze" on Tour

Besonders die Älteren in unseren Dörfern pflegen in den Gesprächen ihren dörflichen Dialekt. Armin Wilhelm aus Bettendorf ist für die an der Nassauer Mundart Interessierten zum Treffpunkt und Projektbetreuer geworden. In seinem Projekt im Rahmen der Initiative 55 plus-minus wird die Mundart begeistert gepflegt. Manche unterhaltsamen und auch bedenkenswerten Episoden hebt er den Zuhörern in Gedächtnis und lockt zum Weitererzählen.

Das nächste Treffen des Projektes „Platt schwetze“ findet am kommenden Dienstag, dem 12. April um 14.00 Uhr in Bettendorf, Nastätter Str. 18, im Geologischen Museum statt. Ziel der Arbeit von A. Wilhelm ist es, den Freunden der Mundart über zwei Stunden Gelegenheit zum Hören und Sprechen der Nassauer Mundarten in all ihren dörflichen Ausprägungen zu geben.

Die Stegreifgeschichten und mancher Sketch bringen die Zuhörer ins Gespräch über die Erlebnisse und typischen Verhältnisse um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts in unserer Region. Zur Auflockerung wird so manches Lied aus der alten Zeit angestimmt. Alle Interessierten sind zu diesem offenen Treffen herzlich eingeladen.

Die Zusammenkunft am 12. April dient darüber hinaus auch der Vorbereitung und der Absprachen für eine Fahrt in das Freilichtmuseum in Bad Sobernheim. Denn die Busfahrt im Juni soll nicht ein einfacher Besuch in dem Ensemble dörflicher Gebäude werden. Die Fahrtteilnehmer werden die Sketche und manchen Schwank aus der „guten alten Zeit“ in Szene gesetzt erleben und dokumentieren können.

Noch leben die Menschen aus der Zeit der 50iger Jahre des vorigen Jahrhunderts, als es in unseren Dörfern noch kein Fernsehen gab, als das Heimatdorf mit seinen Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten selbstverständlicher Lebensmittelpunkt war, als der Dialekt des Dorfes der alltäglichen Kommunikation diente. Die technischen und sozialen Veränderungen der letzten Jahrzehnte waren so rasant, die Produktionsmethoden und die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich so weiterentwickelt, dass selbst der informierte Bürger heute sich das Leben und Arbeiten damals kaum noch vorstellen kann. Deshalb ist es höchste Zeit, Typisches aus jenen Tagen zu dokumentieren und für die Interessierten aufzubereiten.

Armin Wilhelm, Projektbetreuer der Initiative 55 plus-minus, will dazu mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Projektes „Platte schwetze“ typische Szenen und Dialoge, die in den letzten Monaten erarbeitet und erprobt worden sind, in der originalen Kulisse des Freilichtmuseums aufführen und in Ton- und Filmaufnahmen konservieren. Wer sich für die Thematik interessiert, ob im Bereich der Pflege der Nassauer Mundart oder auch bei der technischen Begleitung dieses Projektes der Initiative 55 plus-minus, ist eingeladen, am 12. April nach Bettendorf zu kommen.

Weitere Informationen bei dem Projektbetreuer der Initiative 55 plus-minus A. Wilhelm, Telefon  06772-5134.