„Platt schwetze“ mit A. Wilhelm

Die Mundart und die Erinnerungen pflegen

Im Rahmen der Initiative 55 plus-minus lädt Armin Wilhelm am Dienstag, dem 26. Januar 2010 um 15.00 Uhr nach Bettendorf, Nastätter Str. 18 (im Geologischen Museum) zu einer ersten Gesprächsrunde im ´Platt schwetze` ein. Alle sind herzlich eingeladen, die Freude daran haben und mal wieder ausgiebig ihre Mundart pflegen wollen.

Es besteht die Gefahr, dass die Nassauer Mundart mit den unterschiedlichen Ausprägungen in unserer Dörfer in Vergessenheit gerät. „Im Projekt: ´Platt schwetze` wollen wir uns in gemütlicher Runde treffen, um in unserem Dialekt miteinander ins Gespräch zu kommen!“, so Armin Wilhelm aus Bettendorf.

In unseren Dörfern und Städtchen war die Alltagssprache die Mundart, so wie sie sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Aber am Arbeitsplatz, im Büro und beim Einkaufen, überall dort, wo Menschen heute förmlich miteinander umgehen, bemüht man sich um hochdeutsche Kommunikation.

Die Erlebnisse der Jugendzeit, das bäuerliche und das familiäre Leben im Dorf, besonders in der Zeit ohne täglichen Fernsehkonsum, waren Bereiche der selbstverständlichen Pflege unserer Mundart. Die Zeiten haben sich geändert. Jugendzeit verläuft heute anderes als vor 30 Jahren, die Kultur in den Familien ist durch die Medien gewandelt, die Arbeiten sind auch im Dorf durch die rasante Entwicklung der Technik leichter geworden. Da gibt es viele Themen, über die man sich austauschen kann.

Die Erinnerungen werden wieder lebendig, wenn man sich im eigenen Dialekt über das, was man erlebt hat, austauschen kann. Da werden zwangsläufig auch Vergleiche zwischen damals und heute angestellt.