Nastätten Lesen und Musik

Lesen & Musik im Waldschlösschen in Nastätten

Lesen & Musik –in der INITIATIVE 55plusminus– im Waldschlösschen in Nastätten


Für den 20 Mai waren um 19:00 Uhr alle Projektleiter(innen) mit Partnern im Waldschlösschen in Nastätten eingeladen.

Die Initiative unter Herrn Zorbach hatte die Idee sich bei allen Projektleitern für ihre Arbeit zu bedanken, eingeschlossen dessen Ehegefährten und Partnern die nun schließlich öfters auf diese verzichten mussten.

So begrüßte Dieter Zorbach den gut gefüllten Saal im Waldschlösschen, nachdem zuvor das Musikensemble der Initiative mit dem Lied „Gut wieder hier zu sein“ von Hannes Wader, zur Eröffnung aufgespielt hatte.

Als Gast der Veranstaltung konnte er Dekan Pfr. Mathias Moos aus Marienfels begrüßen, er ist Dekan des evangelischen Dekanates St. Goarshausen. Die Initiative 55 plus-minus ist ja ein ehrenamtliches Angebot für Menschen unserer Region unter dem Dach des Dekanates.

Dieter Zorbach wies bei seiner Begrüßung darauf hin, dass dieser Abend als kurzweiliges Angebot zum Zuhören und Zurücklehnen für die Menschen gedacht ist, die sich sonst engagiert in ihren Projekten einsetzen, also Angebote für Menschen machen. Wir freuen uns normalerweise, wenn viele Menschen der Region unsere Projekte und programmatischen Veranstaltungen wertschätzen und kommen. Aber an diesem Abend dürfen wir auch mal spüren, dass wir, die Mitarbeiter,  eine große Schar ehrenamtlich Engagierter bei der Initiaitve 55 plus-minus sind.
Wie erfolgreich  unsere Arbeit ist, mögen wenige Zahlen belegen: im Jahre 2010 haben in den Projekten über 220 Veranstaltungen stattgefunden, an denen über 3070 Gäste teilgenommen haben.  Durch die Angebote der Musikgruppe bei Feierlichkeiten in den Dörfern und die Aktivitäten der Handwerkspaten in Kindergärten sowie der Lesepaten in Kindergartengruppen, Grundschulklassen und Altenheimen wurden zusätzlich rund 4500 Menschen der Region erreicht. Die Initiative 55 plus-minus ist inzwischen ein etablierter und anerkannter Anbieter ehrenamtlicher Projektarbeit, das vielfältige Bereiche und Interessen der jugendlichen und der älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer anspricht. Für diese segensreiche Arbeit gilt es, so Dieter Zorbach, an diesem Abend Danke zu sagen.

Danke auch an Dekan Moos der unserer Einladung angenommen hatte. Dekan Moos betonte in seiner kurzen Ansprache, wie einzigartig, beispielhaft und in ihrem Konzept zukunftsweisend die Initiative 55 plus-minus ist. In seinen Gesprächskontakten in der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) hat er feststellen können, dass diese Initiative 55 plus-minus als Leuchtturmprojekt schon vieler Orts bekannt ist.
Dass die Zahl der Nachahmer andern Orts eher gering geblieben ist, liegt in der Tatsache begründet, dass nur schwer sich Menschen finden lassen, die wie Dieter Zorbach und seine Projektbetreuer mit einem so hohen zeitlichen Einsatz und Engagement für so ein Vorhaben einsetzen. Dekan M. Moos beendete seine kurze Ansprache mit einem Segenswort für die weitere Arbeit und die vielen Mitarbeiter der Initiative 55 plus-minus.


Die Projektleiterin Frau Götz stimmte zur Einführung des Abends noch einmal alle Anwesende auf einen „die Seele baumeln lassenden“ entspannenden Abend ein.

Seit 6 Jahren, dem Bestehen der Initiative gibt es für jeden über 55 Gelegenheit zum Mitmachen in den einzelnen Projekten die mittlerweile schon auf 40 angestiegen sind.
Die Aktivitäten halten uns beim Älter werden geistig und körperlich fit.
Ein wichtiger Aspekt dabei sind Spaß und Freude in der Gemeinschaft und an dem Projekt. Das Projekt LESEPATEN bestünde nun schon aus 20 Lesepaten. von denen heute Abend 6 Lesepaten uns mit Versen und Geschichten in Lyrische Stimmung versetzen wollen.

Sie erwähnte ein  Zitat von Heinrich von Kleist das da heißt:“ Nützliches Leben, jede Minute, jeder Mensch, jeder Gegenstand kann dir eine nützliche Lehre geben, wenn du sie nur zu entwickeln verstehst.

Neben den guten Wünschen zum Gelingen des Abends erläuterte sie den Programmablauf. Im gegenseitigen Wechsel mit den Lesepaten, in der ersten Hälfte des Programms, mit der volkstümlichen Musikgruppe „Musik machen mit Freu(n)den“ unter der Leitung von Werner Zimmermann und in der zweiten Hälfte des Abends im Wechsel mit der Musikgruppe „Musik spontan“ welche Herr Sorensen leitet.

Insgesamt wäre die Gruppe „Werden sie Lesepate“ mittlerweile auf 20 Lesepaten angewachsen.
Heute Abend wollen davon 4 weibliche und 2 männliche mit Versen und Geschichten die Zuhörer in lyrische Stimmung versetzen.

Mit Liedern wie „Der Winter ist vergangen“ eine Weise aus dem 16 Jh, der heutigen Nationalhymne der Niederlande, dem Lied von Hannes Wader, eines der erfolgreichsten seiner Lieder, „Heute hier, Morgen dort“, dem Schinderhanneslied, im Solopart vorgetragen von Willi Steuder, begleitet vom Ensemble im Refrainteil, das Schinderhanneslied von Carl Zuckmayer: Das ist der Schinderhannes, der Lumpenhund, der Galgenstrick. Der Schrecken jeden Mannes und auch der Weiberstück.....
Zum Abschluss vor der großen Pause interpretierte die Musikgruppe das Lied vom Bajazzo: „Warum bist du gekommen, wenn du schon wieder gehst.“ Ein einfühlsames Lied um Liebe und Schmerz welches von den Zuschauer mit besonderem Applaus bedacht wurde.

Zwischen den einzelnen Liedvorträgen gaben die Lesepaten ihre ausgewählten Texte zum Besten.
Frau Schmidt (Lachen ist gesund) Frau Hamsch (eine Geschichte aus dem Norden???) und Herr Klinger ( Die kleinen rotten Stiefel) begeisterten die sehr andächtig lauschenden Zuhörern.


Nach der Pause spielte das Sorensen „Musik spontan“ Team im Wechsel mit den Lesepaten.
Frau Götz und Herr Blereau interpretierten das Stück von Loriot; „Der kaputte Fernseher“. Frau Aulmann las aus dem heiteren Buch der Liebe und Frau Schmidt und Frau Götz trugen noch einige kurze inhaltsvolle Gedichte vor. Ein gut gemischter bunter Strauß Lyrik. Die Anwesenden dankten es mit reichlichem Applaus.


Ein Programmpunkt dem Herrn Zorbach –dem Vater des Gedankens der Initiative– ganz besonders am Herzen lag war die Unterhaltungsrunde: Gespräche mit Tischnachbarn, Bekannten und Freunden.

In den Abschließenden Abschiedsworten von Herrn Zorbach und Frau Götz wurde dem Publikum gedankt für die große Aufmerksamkeit. Herr Zorbach stellte noch einmal die gelungene Kombination von LESEN und MUSIK in den Vordergrund.
In den Abschiedsworten von Frau Götz durfte der Hinweis zu Lesen und Musik für die Öffentlichkeit am 21. August um 17:00 Uhr in der Kulturscheune in  Marienfels natürlich nicht  fehlen.
Frau Götz fragte im Anschluss ihrer Abschlussrede die Zuhörerschaft ob jemand wisse wo das Vergissmeinnichtland wäre. Und, da es keiner wusste bekamen die Anwesenden noch eine Zugabe, eine Geschichte aus dem Vergissmeinnichtland.

Den allerletzten Programmpunkt bildete eine Gemeinschaftsaufführung beider Musikgruppen der Initiative mit dem Lied „Muss i denn zum Städele hinaus“. Hier eine Premiere, welche die Erwähnung, nie miteinander geprobt zu haben, unbedingt verdient.

Dass das zweieinhalbstündige Programm sehr gut gelungen war konnten alle Akteure in wiederholten lobenden Worten an diesem Abend von den Zuschauern erfahren.

Nach Programmende blieben noch einige in der wunderschönen Ambiente der Gaststätte des Waldschlösschens um sich zu stärken oder nur um noch um ein geselliges Miteinander zu verbringen, fachsimpeln über Literatur, Musik und oder  über Gott und die Welt.


Text:    Frau Götz, Herr Blereau
Bilder: