Berlin, ein Besuch zwischen Brandenburger Tor, Stasi-Gefängnis und Wissenschaftszentrum


Berlin, Weltstadt und Mittelpunkt der wechselvollen deutschen Geschichte und Gegenwart haben die 28-köpfige Reisegruppe der Initiative 55 plus-minus vielfältig beeindruckt und überrascht. Auch 10 Jahre nach der Vereinigung unseres Landes und der Stadt schreitet die städtebauliche Entwicklung immer noch rasante voran. Altes ist restauriert und gibt der Stadt ihr bekanntes Flair, Neues wird von international anerkannten Fachleuten errichtet. Berlin ist die multikulturelle Bundeshauptstadt und Weltstadt, die den Besucher fasziniert.

Die Reisegruppe von der Loreley und aus dem Blauen Ländchen wählte gezielt wichtige Plätze und Gebäude für ihren Besuch aus. So gab es eine fachkundige Führung im Reichstagsgebäude bzw. Bundestag. Daran schloss sich ein Besuch des Holocaustdenkmals in der Nähe des Brandenburger Tores an. Schon diese beiden Orte verdeutlichen den Weg der Stadt aus dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte in die hoffnungsvolle Gegenwart.

Erschütternd und die Herzen belastend war der Besuch im Stasi-Gefängnis in Hohen Schönhausen. Ein Zeitzeuge, Wolfgang Warnke, Opfer der unmenschlichen und die Menschenrechte missachtenden DDR-Justiz führte die Besucher durch das Gefängnis, das zu DDR-Zeiten auf keinem Stadtplan verzeichnet war. W.Warnke berichtete über seine entsetzlichen Erlebnisse an diesem Ort des Schreckens und der Willkür, die ihn selbst noch heute belasten und die Besucher emotional tief im Herzen treffen. „Es ist unfassbar, dass die DDR-Machthaber und ihre Helfer aus dem Nazi- Unrechtsregime nichts gelernt haben“. So der Tenor der Gespräche auf der anschließenden Bus fahrt.

Das KaDeWe, das sowohl gehobenes Kaufsparadies als auch Schlemmertempel ist, wurde für die Reisegruppe der Initiative 55 plus-minus nicht nur durch sein rechhaltiges und verführerisches Angebot interessant, sondern besonders durch die nicht alltägliche Führung durch die Fachabteilungen, die der Kaufhauschef, Herr Könnecke ehemals aus Holzhausen, persönlich leitete. Eine Schiffsfahrt auf der Spree, der Besuch der modernen Musikshow „Yma“ im Friedrichstadtpalast, aber auch die Führungen im Pergamonmuseum und dem neuen Wissenschaftszentrum für Medizintechnik rundeten die vielfältigen Reiseeindrücke ab. Es stimmt, Berlin ist eine Reise wert, immer wieder!

Text und Foto: Dieter Zorbach