Mit Bahn, Fähre und Fahrrad

Tagestour mit Fähre – Bahn – und Fahrrad

Rainer Schade, seit sechs Jahren führt er die Gruppe „Fahrrad-Tageswanderung“ in der Initiative 55 plusminus durch. Großer Zuspruch fand auch wieder dieses Jahr sein ausgestecktes Ziel „Tageswanderung entlang der Selz“ von Alzey nach Ingelheim.

30 Teilnehmer hatten sich für dieses Projekt gemeldet. So wurde die Gruppe geteilt. Im Mai fuhr die erste Gruppe und jetzt im September dann die zweite Gruppe.

Bei leicht frischen Morgentemperaturen trafen sich 14 „Radler“ um 8:40 in St. Goarshausen an der Fähre, um nach St. Goar  überzusetzen und dann die Anreise mit der Bahn nach Alzey zu forzusetzen.
In Bingerbrück entschied man sich den etwas länger wartenden Zug auf der vorletzten Haltestelle zu verlassen, um noch rechtzeitig in Bingen den Anschlusszug nach Alzey zu erwischen.

Die Radtour führte durch grüne Landschaften und Weinberge stets entlang an der mit hellgrauem Wasser dahin fließenden Selz.

Die erste Aufregung erlebte die Gruppe, als drei Personen aus der Gruppe hinter der Ortslage Framersheim vermisst wurden. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ein hochmoderner Vollernter für die Weinlese die Aufmerksamkeit der Ausreißer gefangen genommen hatte. Sie waren von den Ausführungen des Fahrers so fasziniert, dass Radtour und Gruppe vergessen waren. Dieser unfreiwillige Zwischenstopp konnte dann nach etwa einer halben Stunde Wartezeit und Abfrage per Handy wieder aufgelöst werden.

Unsere erste größere Rast machten wir in dem bezaubernden Dörfchen Friesenheim.
An einem mitten im Ort angelegten Rastplatz mit Bänken und Tischen war nun „Verpflegung aus dem Rucksack“ angesagt. Bei schönstem sonnigen Wetter schmeckte es in freier Natur nochmals so gut!

Nach dieser Stärkung nahmen wir die Fahrt Richtung Nieder-Olm auf und erreichten diese Stadt nach einer Stunde Fahrzeit. Hier konnten wir -mann gönnt sich ja sonst nichts- unseren Gaumen wahlweise mit Kaffee und Kuchen im Café oder in der Eisdiele mit einer guten Portion Eis verwöhnen.

Nach dieser Stärkung nahmen wir unseren Weg wieder in Richtung Fernziel Ingelheim auf, das dann auch gegen  16 Uhr erreicht wurde.

Auf der Reststrecke wurden hier und da einige kleinere Berghügel bewältigt, die den allermeisten ungeübten Fahrern jedoch keine größeren Probleme bescherten

Nach 53 km Fahrstrecke und einer „Pedalzeit“ von 3,5 Stunden erreichten wir den Bahnhof von Ingelheim, um dann die Rückreise per Zug nach St. Goar anzutreten.

Mit dem Wettergott musste Rainer Schade wohl einen Pakt abgehandelt haben, denn kaum im Zug verschwand das wunderschöne Sommerwetter und Regen war angesagt.
Dieser Wetterwechsel sollte uns im trockenen Abteil und aufgetankt durch die schöne Radtour nichts anhaben. Schnell passierten wir mit dem Zug die Rheinortschaften.    
Nachdem im Mittelrheintal Bacharach passiert und Oberwesel in Sichtweite kam, fühlten wir uns schon wieder in heimatlichen Gefilden. Aussteigen war in St. Goar angesagt, um mit der Fähre wieder über den Rhein nach St. Goarshausen überzusetzen.

Nachdem die Fahrräder wieder gut auf den Dachgepäckträgern unserer Kfz verladen waren, stürmten wir das Gasthaus „Zum Schiffchen“ .
Dort nahmen wir noch eine wohlverdiente Stärkung zu uns und tranken einen Schluck auf die gelungene Tour,  -nicht ohne Rainer Schade zu danken für alle Aufwendungen vor der Fahrt und natürlich eben für die schöne, gekonnte Führung durch das Selztal- .