Am Urturm der ehemaligen Festung Rheinfels hatten sich 24 Teilnehmer der Initiative 55 plus-minus eingefunden, um die Führung durch die alten Mauern mit Prof. Siegbert Sattler zu erleben. Nach Erläuterung der wechselvollen Burggeschichte ging es zunächst in den großen Keller. Dieses riesige Gewölbe war ursprünglich der Halsgraben der alten Burg. Er wurde bei der Erweiterung der Burg im Jahre 1350 kurzerhand überwölbt und diente nun als Keller für Wein und andere Vorräte. Im Rheinfels?Museum konnte unter vielen interessanten Dingen ein Modell der weitläufigen Festung bewundert werden. Prof. Sattler führte nun die Teilnehmer in den inneren Burghof und erklärte die Baulichkeiten des ehemaligen Bergfrieds, des Darmstädter Baues, des Brunnens und des ehemaligen Haupttores. Der Weg ging weiter über die Hohe Batterie, die rheinseitigen Kassematten und die Sternschanze zu den Minengänge im Biebernheimer Berg. Im Schein der Taschenlampen, in gebückter Haltung und einer hinter dem anderen, ging es durch diese Minen? und Schneckengänge, bis man endlich unterhalb der Wachstube an der Hohen Batterie und in der Nähe des ehemaligen Burgverlieses ins Freie trat. Zurück am Fuße des Urturmes war diese hochinteressante Exkursion nach fast drei Stunden leider an ihrem Ende angelangt.