Elektrische Energie aus der Kartoffel?

Im Projekt 16 der Initiative 55 plus-minus zeigt Karl Heinz Graßmann wie das funktioniert

Dass aus einer Kartoffel elektrische Energie gewonnen werden kann, das konnte Karl Heinz Graßmann aus Dörscheid den verwunderten Teilnehmern seines Projektes im Rahmen der Initiative 55 plus-minus "Elektrischer Strom - Was dahinter steckt und wie man damit umgeht" überzeugend vorführen. Üblicherweise nutzen wir die elektrische Energie aus der Steckdose ganz selbstverständlich in vielen elektrischen Geräten und Maschinen.

"Elektrischer Strom kann immer dann genutzt werden, wenn ein Verbraucher zwischen dem Pol, an dem Elektronenüberschuss herrscht, und dem Pol, an dem zur gleichen Zeit ein Mangel an Elektronen anliegt, geschaltet wird.", so K.H. Graßmann. Ein Gespräch unter Interessierten bietet zwangsläufig auch Raum für energiepolitische Probleme sowie Hinweise zum praktischen und alltäglichen Umgang mit der Elektrizität.

So ist den Teilnehmern beispielsweise schnell einsichtig geworden, dass eine Überspannungsschutzstecker als alleiniger Blitzschutz für den Computer oder den Fernsehapparat im Ernstfall eines Gewitters nutzlos ist. Dass man sich bei Blitz und Donner nicht unter Bäume flüchten darf, ist ebenfalls verdeutlicht worden. Bei Gewitter ist man hingegen im geschlossenen PKW sicher aufgehoben. Denn die Metallkarosserie hält den Innenraum garantiert ladungsfrei, sie wirkt als Faradayscher Käfig.

Sich über die Erfahrungen mit dem elektrischen Strom austauschen, das Wissen über die physikalischen Zusammenhänge auffrischen und ausweiten, aber auch im Experiment anschaulich Sachverhalte bei der Nutzung elektrischer Energie klären, das ist K.H. Graßmann, ehemaliger Obermeister der Elektrotechniker-Innung, wichtig.

"Übrigens, wenn ein Eisennagel und ein Kupferstift in der feuchten Kartoffel, die als Elektrolyt genutzt wird, stecken, dann sammeln sich am Eisennagel negative Ladungen, die ein Messgerät anschaulich zum Kupferstab fließen. Das ist die Erkenntnis eines der grundlegenden historischen Versuche der Elektrizitätslehre!", so K.H. Graßmann.

K.H. Graßmann ermutigt weitere am Thema Interessierte zum Kreis der Projektteilnehmer zu kommen.