So wie das kirchliche Interesse an der Erwachsenenbildung sich in Ihren Publikationen darstellt ( vgl. das Positionspapier „25 Jahre Arbeitsstelle der Erwachsenen der EKHN )liegt es in der Förderung des protestantischen Gemeindegliedes in der kirchlichen und außerkirchlichen Welt. Zu den Schwerpunkten der Arbeit zählen die Auseinandersetzung der Gemeindeglieder mit dem eigenen - geschenkten – Glauben vor dem Hintergrund der christlichen Tradition, das Kennenlernen der christlichen Tradition, die Auseinandersetzung der Gemeindeglieder mit den Herausforderungen der sekularen Welt. Die Notwendigkeit lebenslangen Lernens wird nicht auf beruflich verwertbares Wissen begrenzt, sie wird auch bei Fragen des Glaubens gesehen. Kirchliche Bildungsarbeit will die Auseinandersetzung mit den Themen der Gesellschaft unter kirchlichem Blickwinkel ermöglichen und die Kirche als intermediären Gesprächspartner für wesentliche Fragestellungen der Gesellschaft anbieten.
Ziel der kirchlichen Bildungsarbeit ist die Stärkung der Gemeindeglieder in ihrem protestantischen Selbstverständnis. Wer im sinne des allgemeinen Priestertums der Gläubigen reden und handeln will, braucht eben zunächst den Gedankenaustausch und Sachverstand. Gleichzeitig will sie auch für die Wünsche und Bedürfnisse interessierter Fortbildungsteilnehmer da sein. Zum Selbstverständnis gehört, dass alle Teilnehmer kirchlicher Fortbildung freien Zugang zu allen Informationen erhalten, dass keine Selektion der Teilnehmer nach Prüfungen oder anderen Vorbedingungen erfolgt. Außerdem soll Weiterbildung und Arbeiten miteinander verwoben sein und den Menschen als Ganzes berücksichtigen, also keine Engführung des Bildungsangebotes auf beruflich relevante Themen.